Am Saturday 6.10.2012 im WUK:
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Sofa Surfers

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Sofa Surfers

Saturday, 6.10. 21:00 // Konzert

Sofa Surfers

SOFA SURFERS SUPERLUMINAL

superluminal /ˌsuːpəˈluːmɪn(ə)l/
▶adjective having a speed greater than that of light.
– origin 1950s: from super- + L. lumen, lumin- ‘a light’ + -al.

„fix you in the now - like fog in a field
can't see whats coming
so you'll just have to feel
superluminal“

Sänger Mani Obeya gibt den Weg für das sechste Studioalbum der Sofa Surfers vor:

In unseren Leben herrscht Verwirrung. Der unglaubliche Datensatz an Einflüssen und der fehlende Filter all dieser Eindrücke in einer multizentrierten, globalisierten Welt zu verarbeiten, lässt uns überwältigt und orientierungslos zurück.

Die Hilfsmittel, um unsere Gesellschaft Menschlichkeit erhält– Empathie, Solidarität und Demokratie – scheinen mit den technologischen, ökonomischen und politischen Transformationen schwer Schritt zu halten. Unsere Leben müssen sich erst an diese neuen sozialen Parameter anpassen. Aber wie gehen Musiker und Künstler mit diesen schnellen Veränderungen um uns herum um?

A LIGHT AT THE END OF THE TUNNEL

Das unter einer ewigen Suche nach neuen Herausforderungen stehende Klangkollektiv hat sich wieder einmal neuen Dingen geöffnet und fand einen zusätzlichen Geist und Stimme in Jonny Sass, einem jungen in Wien lebenden Sänger mit US- amerikanischen Wurzeln. Er stammt aus einer Musikerfamilie und würzt einige Songs am neuen Album mit seiner speziellen Stimme, gleichzeitig harmoniert er perfekt mit Sänger und Tänzer Mani Obeya. Gemeinsam erschaffen sie wunderbare Harmonien und wahrscheinlich die schönsten Songs, die die Sofa Surfers bis jetzt produziert haben.

Die Texte/Stimmen bringen Bedeutung in die Schönheit, Poesie in die Melodien und Inhalt in den Klang. So haben die Songs auf SUPERLUMINAL einerseits klare politische und gesellschaftliche Ansagen und sind gleichzeitig poetische Kommentare zu unserer schnelllebigen Zeit.

Ein feiner Lichtstrahl scheint auch durch die dunkelsten Momente in diesem melancholischen, brodelnden, sogar ein wenig psychodelischen Album. Als ob die Bandmitglieder beschlossen hätten, sich gegen die Zeit zu stemmen, um nach der Schönheit an dunklen Orten zu suchen.

SUPERLUMINAL wurde zu einem Kaleidoskope aller vorangegangenen Soundexpeditionen der Band.

HISTORY IS NOT REPEATING

Die Kerngruppe, bestehend aus Wolfgang Frisch, Markus Kienzl, Michael Holzgruber and Wolfgang Schlögl fing ursprünglich als Freestyle Groove Kollektiv seine Laufband an, in weiterer Folge rutschten sie auch ins Film- und Theatermusikfach. Jeder Bandmusiker entwickelte im Laufe der Zeit eigene Vorlieben und Interessen, die dann wiederum in den Stilkatalog der Band überführt wurde.

Es war schon immer schwer die Sofa Surfers stilmäßig einzugrenzen, zum Beispiel in den Neunzigern als dunkler Downtempo Live Act, in den frühen Nullerjahren als alternatives Hip-Hop/Multi Media Kollektiv. Nach Jahren der Klanggrenzen-Erweiterung fanden sie mit dem ursprünglich aus Nigeria und in Großbritannien aufgewachsenen Mani Obeya neuen Boden, der sich kreativ beackern ließ. Er half das Kollektiv in eine körperlich betonte Post Rock Band zu transformieren, gleichzeitig veränderte seine Präsenz die Band bei Konzerten in ein vibrierendes Groove Dub Rock Monster >>> http://vimeo.com/37174142

THE CREATION of SUPERLUMINAL

Nach exzessiven Tourneen und Konzertperformances versammelten sich die Sofa Surfers mit Mani Obeya in einem kleinen Studio mit Tageslicht in der Nähe von Linz in Oberösterreich. In dieser positiven Atmosphäre bastelte die Gruppe in 10 Tagen 10 Layouts, die den Kernstock für SUPERLUMINAL bildeten. Nach einer weiteren Songwritingphase arrangierten die Musiker die Songs in ihren privaten Studios verteilt über ganz Wien. So konnte die Band verhindern, in einen Lagerkoller zu verfallen und die Energie positiv zu halten.
An einem gewissen Punkt der Produktion gingen die Sofa Surfers in das Glutamat Studio in Wien, um an 3 Tagen die Schlagzeugspuren aufzunehmen. Danach wurde das Album wieder in Wohnzimmerathmo fertiggestellt.

Im Gegensatz zu ihren vorigen Arbeiten, konnten die Sofa Surfers alle verschiedenen Produktionserfahrungen zusammenzuführen und alle bisherigen Arbeitsmethoden bündeln. So entwickelte sich der Bandsound auf SUPERLUMINAL in weitem Bogen von elektronischen Dub-Referrenzen bis zu experimentaler Soulmusik in einem leicht psychedelischen Indie-Bandfeeling!

AUDIO/VIDEO/GRAPHIX

Sofa Surfers waren zu Beginn sehr von der Klubkultur der 90er Jahre beeinflusst, dabei kam es sofort zu gemeinsamen audiovisuellen Projekten mit befreundeten Kunststudenten bevor noch das Kollektiv als Band in Erscheinung trat. Seit dieser Zeit ist Timo Novotny Teil des Kollektivs und für die Umsetzung der visuellen Konzepte der Sofa Surfers zuständig.

In den frühen Nullerjahren wurden auf den Screens auch die Sänger und Rapper synchronisiert. Sie sangen auf der Leinwand zur Liveband. Später mit Mani Obeya als dezidierten Sänger ging es Timo Novotny auch um die Visualisierung und inhaltlicher Verstärkung der live gesungenen Texte und rundete die jeweiligen Album-Ästhetiken ab.

Für das visuelle Konzept von SUPERLUMINAL schloss sich Timo Novotny mit dem Fotokünstler Bernd Preiml und seinem Team zusammen um den perfekten visuellen Widerpart zum jetzigen Sofa Surfers Sound zu kreieren.

Man kann also ein völlig neues Sofa Surfers Klang- und Bilderlebnis im SUPERLUMINAL Stil erwarten!

Einlass ab 20:00

Eintritt: Vorverkaufspreis: € 15,00
Preis im Onlineshop inkl. Gebühren: € 16,00

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COLLIDING WORLDS. Nodes of Mobility and Networks of Transient Communities

Saturday, 6.10. // Ausstellung

Künstler/innen: Katharina Copony (AT/DE), Josef Dabernig (AT), Michael Hieslmair (AT) & Michael Zinganel (AT), Carolin Hirschfeld (DE), Heimo Lattner (AT/DE), Plinio Avila Marquez (DE/ MX), Christoph Oertli (CH/B), Adrian Paci (IT), Barthelemy Toguo (FR/US/CM), Ingo Vetter (DE) & Annette Weisser (DE/US), Anna Witt (AT/DE)

Kuratiert von Michael Hieslmair

Wenn Multi-Lokalität – d.h. der zyklisch wiederkehrende kurzzeitige Aufenthalt an verschiedenen Orten bzw. das Reisen zwischen ihnen – unseren Alltag prägt, werden Halte- bzw. Knotenpunkte zunehmend zu wichtigen liminoiden Orten der Mobilität. Wo immer Leute ein-, aus- bzw. umsteigen, und aus welchen Gründen auch immer Mobilitätsströme abreißen, kollidieren Welten und bilden sich multilokale (Akteurs-) Netzwerke wiederkehrender vorübergehender Gemeinschaften aus.
COLLIDING WORLDS versammelt Künstler/innen, die in ihren Arbeiten Orte und soziale Systeme einer stark globalisierten und international vernetzten Mobilitätskultur genauer in den Blick nehmen und versuchen, beispielhaft die damit verknüpften Konsequenzen auf Akteure und den Gebrauch ihrer Umwelt auszumachen. Während sich die Beiträge auf der Mikroebene mit den Veränderungen der sozialräumlichen Bezugssysteme auseinandersetzen, fokussieren sie auf der Makroebene ökonomische und politische Transformationsprozesse, die im Zusammenhang mit einem globalisierten Waren- und Personenverkehr wirkmächtig werden.

1090, Währinger Straße 59, Wien

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